Wat Ban Rai

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Wat Ban Rai - der Wat des Abtes Luong Pho Khun Parisutto

Einer der berühmtesten Tempel in Nakhon Ratchasima ist Wat Ban Rai, bis zu seinem Tod am 16. Mai 2015 die Residenz des bemerkenswerten Mönchs Luang Pho Khun Parisutto. Der Wat liegt in Tambon Kut Phiman etwa 60 Kilometer entfernt von Korat. Tausende von Menschen aus dem ganzen Land kamen dort hin, um das Wirken von Luang Pho Khun täglich zu erleben. Alle Menschen erhofften sich die Unterstützung durch den Abt, der mit seinem Segen und seinen Handlungen die Menschen glücklich machte (und reich machen sollte).

In neuen Beschreibungen wird häufig der Anbau in Form eines Elefanten als Tempelbau bezeichnet oder Wat Ban Rai gar “Elefantentempel” genannt. Dies ist falsch. Der sehr moderne Anbau ist noch zu Lebzeiten des Abtes von ihm selbst als Museum initiiert worden und gab einheimischen Künstlern die Gelegenheit, buddhistische Tradition (in der oberen Plattform die Statuen des Buddha und davor Luong Pho Khun) und moderne Kunst zu vereinen. Er reflektiert seine Lebensgeschichten und wie wir eins waren mit hoher Verehrung, Opfern und Hingabe im Land. Dort befindet sich auch  der "Viharn Dhep-wittayakhom", der Schrein der reinen Weisheit, als ein Dhamma Park. Es war geplant, dort die heiligen Schriften des Buddhismus, die Tipitaka, ein lehrendes Leben von Buddha unterzubringen.

Der Anbau ist also kein Sakralbau.

Öffnungszeiten für Besucher: Täglich 08.00 - 17.00 Uhr
Kontakt: 044-213-030, 044-213-666

Wer eigentlich war Luong Pho Khun?

Luong Pho Khun wurde 1922 in der Provinz Nakhon Ratchasima in dem Ort Kud Piman, in dem heutigen Amphoe Dan Khun Thod geboren. Seine Eltern waren einfache und ungebildete Reisbauern, doch sein Großvater mütterlicherseits besaß Kenntnisse der Sprachen Pali und Kambodschanisch. Nach der Überlieferung soll er auch über spirituelle Kräfte verfügt haben, die ihn z.B. unverwundbar machten.

Als Luang Phor Koon 7 Jahre alt war, brachte dieser Großvater ihn in ein Kloster, wo er in Thai und Pali unterrichtet wurde. Mit 9 Jahren traf der Knabe auf einen von einem Geist besessenen Mann. Um den Geist zu vertreiben, schlug er dem Mann mit einem Holzknüppel auf den Kopf und sprach auf den Geist ein zu verschwinden. Der Mann brach zusammen, stand auf und wusste nicht, was geschehen war. Ab diesem Tag begann der Ruhm seines Großvaters auf ihn überzugehen.

1943 ordinierte Luang Pho Khun zum Mönch und verbrachte die nächsten Jahre mit dem Studium der buddhistischen Magie, die sich besonders mit der Herstellung geweihter Amulette befasste. Nach seiner Lehrzeit folgte er den Lehren seines Lehrers, dem ehrwürdigen Luang Pho Kong und wurde ein Phra Tudong, ein Waldmönch. Mehr als 10 Jahre lebte er in den Wäldern Thailands, Kambodschas und Laos, bevor er wieder nach Gud Piman zurück kam und das verfallene Wat Ban Rai aufbaute.

Am 16.5.2015 um 11:45 Uhr ist Luong Pho Khun im Maharat-Krankenhaus im Alter von 92 Jahren dahingeschieden. Er war dort am Vortag mit Herzstillstand eingeliefert worden. Sein Zustand verschlimmerte sich am Morgen mit inneren Blutungen und Nierenversagen.

In seinem Letzten Willen hatte er bestimmt, dass sein Körper innerhalb von 24 Stunden der Medizinischen Fakultät der Khon Kaen-Universität zu medizinischen Studien für 3 Jahre zur Verfügung gestellt werde. Nach der Rückgabe seines Körpers wolle er eine simple Bestattung und verbot seinen Anhängern, ihm eine königliche Verbrennung zu bereiten. Seine sterbliche Hülle solle dem Mekhong-Fluss übergeben werden.

 

Wat Ban Rai
Wat Ban Rai Museum
Luong Pho Khun

Die Fotos von Luong Pho Khun sind sehr verwackelt, weil mit Rücksicht auf sein Augenleiden nur ohne Blitz fotografiert werden durfte.