Geschichte

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Die Geschichte Thailands - der Versuch einer umfassenden Darstellung

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Unsere Kenntnisse von der älteren Geschichte Thailands sind noch sehr lückenhaft. Knochenreste des homo erectus, die mindestens 500 000 Jahre alt sind, wurden in der Provinz Lampang in Nordthailand gefunden. Im Tal des Mekong sowie auf der Hochebene von Korat lebten vermutlich schon vor 10 000 Jahren Menschen, die Bauern waren und die Bronzewerkzeuge herstellten.

Die Höhlenmalereien im Pha-Thaem-Nationalpark bei Ubon Ratchathani sind gut 3000 Jahre alt. Weder hat man bisher eindeutig festgestellt, woher das Volk der Thai ursprünglich kommt, noch konnte durch die archäologischen Funde in den Höhlen von Kanchanaburi oder beim Dorf Ban Chiang im Nordosten bei Nong Khai eindeutig das Alter der Kultur festgestellt werden. Mit der Zerstörung der alten Hauptstadt Ayutthaya durch die Burmesen im Jahr 1767 sind sämtliche Orginaldokumente verlorengegangen. So ist die Thai-Geschichtsforschung auf die Aufzeichnungen der Nachbarvölker, insbesondere auf chinesische Quellen angewiesen. Diese Quellen sind jedoch nicht immer objektiv und in der Chronologie gelegentlich anfechtbar. Wenn sich die Folgerungen aus den Ausgrabungen bei Ban Chiang bewahrheiten, entstand dort die erste Kultur um 7000 v. Chr.

 Mit einiger Sicherheit kann gesagt werden, daß die Thais bereits vor 4500 Jahren im nordwestlichen Szechuan lebten. Auf der Suche nach größerem Lebensraum wanderten sie dann das Jangtsekiang-Tal hinunter, wo sie um die Zeitenwende mit den Chinesen erstmals in Berührung kamen. Sie könnten in der Vorgeschichte Chinas eine gewisse Rolle gespielt haben. Sie sind, wie die Chinesen, mongolischer Abstammung und sprechen wie diese eine tonale Sprache. Den weiteren geschichtlichen Ablauf stellen die nachfolgenden Zeittafeln dar, wie gesagt mit allen möglichen Einschränkungen und Vorbehalten.