Ausverkauf

Ausverkauf

Der Ausverkauf von Mädchen und Frauen ist in weiten Teilen der Welt ein Geschäft im großen Stil. Und wahrlich geschieht es nicht in nur fernen Länder, sondern nach und während der „Osterweiterung“ Europas auch nur einige Autostunden entfernt.Turi1
 Ein Geschäft, das die Klageberichte über die Zunahme des organisierten Verbrechens fast immer verschweigen. Reiseveranstalter und Hotelketten sahnen ab. Hotelkonzerne operieren im großen Stil international, tun es aber klammheimlich. Verkauft wird es zusammen mit den Sehnsüchten nach fernen Ländern. Andeutungen in den Reisekatalogen wie „Das Hotel ist für Familien nicht geeignet“ bis „Ein legeres Haus für unternehmungslustige Gäste“ machen „klare“ Andeutungen. Ein Trip nach Bangkok mit einer renommierten Fluggesellschaft wie Thai Airways kostet im Mai 2003 ganze 530,00 Euro inklusive Steuern. In jedem Flieger 100 alleinreisende Männer mit eindeutigen Ambitionen, das 10 mal wöchentlich – da kommen ungeheure Beträge zusammen. Und wem ist nicht das Wortspiel mit dem Bumsbomber und dem Tripperclipper bekannt?

Längst sorgt sich die Fernreisebranche um die Umweltzerstörung in den Urlaubsländern. Mache mir doch keiner weis, das geschehe aus Sorge um die Umwelt! Umweltzerstörung ist geschäftsschädigend, zieht Einnahmeverluste nach sich. Da ist es viel billiger, Müll von den Malediven wieder mit zurück zu transportieren oder Bäumchen zu pflanzen mit entsprechender Berichterstattung.
Am Jomtien Beach in Pattaya stehen riesige Hotelbauten, die durch ihr Abwasser die Bucht von Pattaya vergiften. Hier wird fleissig investiert oder zu Investitionen angeregt.

Sorgen um die Frauen und Kinder macht sich niemand. Deren Zerstörung steigert den Umsatz.

 Auf einer Tagung des Deutschen Reisebüro Verbandes in Singapore hieß es einst lapidar: >> Das älteste Gewerbe der Welt ist an den Touristenstraßen zu finden, seit es Touristenstraßen gibt. <<Turi2

Wie wahr, doch niemals zuvor ist mit diesem Tourismus so viel Geld verdient worden. Und die Saubermänner in den Chefetagen berufen sich auf Pontius Pilatus und waschen ebenfalls ihre Hände in Unschuld.

Politiker in der Ersten Welt freuen sich über Steuereinnahmen, Politiker in der Dritten Welt freuen sich über Devisen und Staatsbeamte und Polizisten über Schmiergeld. Bordellbetreiber und Menschenhändler kassieren, organisierte Verbrecherringe machen Gewinn - und die internationale Drogenmafia. Der Schlafmohn, "die Blume des Bösen", aus der Heroin gewonnen wird, gedeiht im einstigen Siam bestens. Aber: "Mehr und mehr der Opiate werden nicht mehr auf den Weltmarkt geschmuggelt, sondern bleiben im Land", schrieb einst der "Merian". Mittlerweile seien es mehr als 400.000 Thais, "die den Drachen jagen": "Thailand hat inzwischen viermal mehr Heroinabhängige als Deutschland." Allein in Pattaya, so hieß es in dem Billig-Reiseführer von Marco Polo, seien "20 bis 30 Prozent der Mädchen" drogenabhängig: "Sie nehmen die Anregungsmittel, um ihre angeborene Scheu zu überwinden, wenn sie ihre überwiegend ausländischen Kunden bedienen." Dem kann auch ich nichts mehr hinzufügen.