Flora

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Über die Natur: die Flora, also auch Blümchen (dogmai)

Die Vegetation Thailands wird im wesentlichen durch zwei Biotoparten bestimmt: ist es in den nördlichen und südlichen Landesteilen der immergrüne Tropenwald, so sind in der Kulturlandschaft des Chao-Phraya-Beckens schier endlose Reisfelder und (auf der Malaiischen Halbinsel) ausgedehnte Gummibaumplantagen.T-Reis Immer noch ist annähernd die Hälfte des thailändischen Staatsgebietes bewaldet, doch dieser Wald ist längst nicht mehr der über Jahrmillionen gewachsene Primär-, sondern nur noch Sekundär- bzw. Tertiärwald.
Der thailändische Wald wird durch Klima- und Höhenunterschiede in zwei Hauptgruppen gegliedert: Im Süden und Südosten herrscht Tropenwald vor, im Nordosten sowie in den anderen Landesteilen ist es vorwiegend laubabwerfender Monsuntrockenwald. Eine landschaftliche Besonderheit stellt das Khorat-Plateau in Zentralthailand dar, wo die aussergewöhnliche Trockenheit eine gewisse Versteppung bewirkte. Tropische Regenwälder mit zum Teil uralten Baum- und Pflanzenbeständen findet man noch im Norden und im tiefen Süden Thailands, geschlossene Wälder gibt es jedoch nur noch auf der Malaiischen Halbinsel, an den Küstenstrichen Südostthailands sowie im Grenzgebiet zu Myanmar. Sie stehen nicht zuletzt wegen der Gefahr ihrer endgültigen Vernichtung durch den Menschen unter dem besonderen Schutz des thailändischen Staates und wurden bereits vor Jahren wenigstens teilweise zu Naturschutzgebieten erklärt.
Eine grosse wirtschaftliche Bedeutung kommt den Palmenwäldern in den südlichen Landesteilen zu. Vor allem Kokospalmen werden intensiv genutzt: ihr Fruchtfleisch wird gegessen, der erfrischende Kokosnussmilchsaft wird getrunken und die Schalen dienen dann auch noch als kostenloser Brennstoff. Das Öl der Ölpalmen, die ebenfalls in grossflächigen Plantagen wachsen, wird in viele Länder exportiert wo es z. B. als einer der wichtigen Grundstoffe für die kosmetische Industrie Verwendung findet.
Thailand wurde einst die "Reiskammer Südostasiens" genannt. Auch wenn die Bedeutung dieses landwirtschaftlichen

Produktes seine Aufgabe als Devisenbringer längst an den Tourismus verloren hat, spielt der Reisanbau nach wie vor eine wichtige Rolle.
Ein grosser Teil der in aller Regel zwei Ernten pro Jahr bleibt heutzutage im Land, um den Eigenbedarf zu decken. Durch die Verbesserung der Anbaumethoden und die Erzeugung qualitativ hochwertigerer Reissorten soll der Exportanteil jedoch wieder gesteigert werden. Der grösste Teil des in Thailand produzierten Reis wird im Nassanbau erzeugt. Dabei werden die Samen ins Erdreich eingebracht, worauf die Felder unter Wasser gesetzt werden, bis Schösslinge gewachsen sind. Erst wenn diese eine gewisse Grösse erreicht haben, wird das Wasser abgelassen, und die Pflanze wächst auf normalem Untergrund bis zur Erntereife weiter. Hauptgebiet des Reisanbaus ist das sehr fruchtbare Chao-Phraya-Becken, das nur wenige Kilometer nördlich von Bangkok beginnt und etwa 350 km weit etwa bis Phitsanulok reicht.
Wer eine Reise durch die südlichen Landesteile Thailands unternimmt, wird die schier endlosen Gummibaumplantagen bemerken. Rohkautschuk ist eines der wichtigsten Exportgüter Thailands. Er wird gewonnen, indem man die Rinde der Bäume anschneidet, eine halbierte leere Kokosnuss darunterhängt und wartet, bT-Tabakis diese voll ist. An diesen Prozess, der durchaus mehrere Tage dauern kann, schliesst sich die Verarbeitung an, und am Ende stehen Gummimatten, die als Naturkautschuk auch in Zeiten der künstlichen Gummiproduktion ihre Abnehmer findet. Das Anpflanzen von Gummibäumen ist deshalb eine mühevolle, aber durchaus lohnende Einnahmequelle. Überall in Thailand trifft man auf die Königin der Blumen, die Orchidee. Zahlreich sind die Arten, die hier im subtropischen Klima bestens gedeihen und in zahllosen Farmen gezüchtet werden. Auf kaum einem Markt in Thailand fehlt ein Stand, an dem Orchideen verkauft werden; oft sind diese prachtvollen Gewächse die ersten, mit denen Besucher in Kontakt kommen: es entspricht einer Tradition, Gäste mit einer Blumenkette, die man ihnen um den Hals legt, zu begrüssen.