Wie denke ich heute (geschrieben 2009) darüber?

 

Dazu meine Anmerkungen heute:

Heute weiss ich, dass ich damals doch so einiges mit der rosaroten unscharfen Brille gesehen habe, halte mir aber zugute, dass ich nicht der Tourist war und bin, der sich im Barmilieu aufhält und sonderlich gut auskennt. Da haben Leute, die ihren Urlaub schon dreimal in Pattay verbracht haben, doch mehr Erfahrung als ich.

Auf diesen Brief hin habe ich jedenfalls das Angebot erhalten, einen Reiseführer zu schreiben. Der Verlag wollte in seine Reihe auch Thailand aufnehmen, wußte nur keinen Autoren. Nichts leichter als das, dachte ich, und nahm den Auftrag an. Und stellte dann fest, wie wenig ich noch über Thailand wußte, wenn es um Daten, Zahlen und Fakten ging. Für das Zusammentragen von Material benötigte ich 2 Jahre und drei weitere Reisen in das Land ausschliesslich zu Recherchezwecken. Ausserdem las ich in nicht gezählten Quellen, Büchern, Berichten, Zeitungen, wertete Material aus und arbeitete unzählige Nächte durch. Heraus kam der

Reiseführer „Thailand – preiswert reisen“, der 1989 erschien.

Er wurde 2 x überarbeitet, dann ging der Verlag pleite (nicht wegen, sondern trotz Thailand) und aus diesem und anderen Gründen habe ich mich nicht mehr um das Buch gekümmert. Erst im letzten Jahr habe ich mit Hinblick auf diese Website die Überarbeitung wieder aufgenommen, das Ergebnis wird hier nach und nach vervollständigt. Und wieder arbeite ich nächtelang durch, und wieder macht es mir sehr viel Spass.

Im Juni 2009 habe ich wieder einmal eine Reise unternommen, nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Norden und Nordosten, von Chainat über Sukhothai und Phitsanuloke nach Nan, Mae Hong Son und Chiang Mai. Und natürlich nach Korat, meiner “neuen” Heimat. Und wieder fiel mir die Rückkehr schwer, aber dieses Mal ging es ja zurück zu meiner Familie.

Kurt Singer
am frühen Morgen des 16. Juli 2009

Ich werde nun keinesfalls erzählen, wie und was ich heute, also im August 2018, darüber denke. Aber die Arbeit an dieser Internetseite hat mir wiederum  viele neue Erkenntnisse gebracht, über das Land, über die Menschen – und über mich.