König Bhumiphol – seine Aktivitäten

Mit seinem Auftreten in der Öffentlichkeit und seinem Eintreten für sein Volk hat sich König Bhumipol die Herzen des ganzen thailändischen Volkes erobert.

Er reist in alle Landesteile, unterhält sich persönlich mit den Menschen und bespricht ihre Nöte, immer bereit, Unterstützung zu gewähren. Und wann immer Naturkatastrophen über das Land hereinbrechen besucht er die Opfer und tut alles, um ihre Leiden zu lindern. Wenn in einer Gegend Dürre herrschte, veranlasst er künstlichen Regen, Bewässerung etc. Bei Flutkatastrophen sendet er Lebensmittel, KleidunKoeniig02g und Medikamente, organisiert provisorische Unterkünfte und kümmert sich darum, wie man solchen Katastrophen zukünftig vorbeugen könnte.

Er verteilt Land an die Armen und zeigt ihnen, wie sie es am besten nutzen können. Wenn er ländliche Gegenden besucht, liebt er es, sich dort lange aufzuhalten und ohne Vorbehalte mit den Menschen, ob alt oder jung, zu sprechen. Jedes Problem, von dem der König Kenntnis erhält, wird an die entsprechen Behörden zur Lösung weitergegeben.

Als das Gesetz zur Landreform 1975 in Kraft trat, verschenkte Seine Majestät 51.964 Rai und 95 Quadrat-Wah aus dem Besitz der Krone an arme Bauern, die zuvor keinerlei Land besaßen. Ein anderes wichtiges Projekt Seiner Majestät war die Unterbindung von Opiumanbau durch die Bergvölker. Dieses sollte unter anderem sowohl die Entwaldung, als auch die Feuerrodung eindämmen. Die Tierzucht und der Anbau von Pflanzen, die einen hohen Ertrag bringen, wurde gefördert, besonders von Früchten und Gemüse, die auf kaltes Klima angewiesen sind. Die Pilotfarm auf dem Doi Ang Kwang war sehr hilfreich bei der Propagierung des Projekts und sollte die Bauern vom Opiumanbau fernhalten.

Das Projekt zur Erzeugung künstlichen Regens war sehr erfolgreich, da es das weitere Wachstum der Pflanzen während der Dürre ermöglichte. Seine Majestät betreibt Frischwasser Fischzucht auf dem Gelände des Chitrlada Palasts, wo einheimische und fremde Sorten gezüchtet und regelmäßig an Fischzüchter vertrieben wird. Auf dem Gelände wachsen auch Reispflanzen, die bei der Pflugzeremonie verwendet werden. Die Chitrlada Versuchsfarm wurde geschaffen, um neue Technologien in der Landwirtschaft und der Viehzucht zu erforschen.

Die private Farm Seiner Majestät in Hadsayyai ist sowohl darauf ausgerichtet, die heimische Tierzucht zu fördern, als auch die Aufzucht ertragreicher Pflanzensorten zu kultivieren . Andere Projekte im Chitrlada Palast beinhalten die Erforschung der Milchpulverproduktion für den einheimischen Markt, die Entwicklung besserer Methoden zum Dreschen von Reis und die Ausschaltung von Zwischenhändlern durch die Vereinbarung von direkten Kontakten zu Herstellern und Käufern über sogenannte Kooperative.

Ihre Majestät die Königin betreibt ein eigenes Seidenraupen-Projekt zur Herstellung von Kokons für die Seidenfabriken, das der Förderung der thailändischen Seidenindustrie dient.

Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej sieht das Wohlergehen seiner Bürger als seine persönliche Pflicht an. Einige Probleme werden sofort vom König selbst in Angriff genommen, bis die Regierung das Weitere in die Wege leitet.

Am 25. und 26. Oktober 1962 verursachte ein riesiger Taifun eine große Flutwelle, dKoeniig03ie den Süden und zehn Provinzen verwüstete, insbesondere Nakhon Si Thammarat. Der Sturm hatte Tausende von Häusern hinweggefegt und weite landwirtschaftliche Gebiete brachgelegt. Nach dem Taifun vernichtete die Flut das, was noch übrig war. Die unglücklichen Opfer in diesen Gegenden waren hilflos diesem Inferno ausgeliefert.

Seine Majestät war der Meinung, dass die Regierung nicht schnell genug in der Lage sei ausreichend für Hilfe zu sorgen, da nicht genügend Reserven für Rettungsfonds zur Verfügung standen. Er rief einen eigenen Hilfsfond ins Leben und forderte die Bürger des Landes auf, mit ihm zusammen Geld zu spenden. Dieser Hilfsfond fand ein unerwartetes Echo und die Maßnahmen für den Süden gelangten schnell und in ausreichender Menge an die Bestimmungsorte.

Dieser Fond Seiner Majestät half u.a. Tempel, Moscheen und Schreine wieder aufzubauen, die der Naturkatasprophe zum Opfer gefallen waren. Er organisierte die Konstruktion von Schulen, Waisenhäusern, Straßen und einem neuen Dorf auf der Talumpuk Halbinsel, im Amphoe Pankpanang, in Nakhon Si Thammarat, die am Schwersten betroffen worden war.
Sein Engagement zeigte sich u.a. darin, dass er persönlich die Leitung der Rettungsaktionen von Beginn an übernahm. Er forderte laufend Berichte vom Generaldirektor und dem leitenden Direktor der Abteilung für öffentliche Wohlfahrt über die Entwicklung der Situation.

Im Juni 1963 richtete er die Rajprachanukraoh Stiftung (Öffentliche Stiftung für Rettungsmaßnahmen) ein. Am 28. November 1963 führte König Bhumibol eine Versammlung dieser Stiftung durch. In seiner Ansprache sagte er unter anderem:

„Die Stiftung wurde aus den Geldern ermöglicht, die aus den Spenden für die Hilfsoperationen nach der Katastrophe im Süden, im Jahr 1962, übrig geblieben sind. Ich wünsche die Einrichtung dieser Stiftung, um den Geldbetrag weiter zu erhöhen, der augenblicklich noch ungenutzt ist. Der Rettungsfond für Flutopfer im Süden wurde bereits wie geplant zur Unterstützung dort eingesetzt. Zudem wurden Waisenhäuser für die Kinder errichtet, die ihre Eltern verloren haben, und das Department of Public Welfare hat für sie ein Bildungsprogramm ins Leben gerufen, das bis zur Berufsausbildung geht, sodass die Kinder in der Lage sein werden, einen Beruf auszuüben, wenn sie erwachsen sind. Ich wünsche mir weiterhin, dass die Stiftung Unterstützung für die Opfer jeglicher Katastrophen gibt und zwar dann so schnell wie möglich, noch ehe das Department of Public Welfare aktiv werden kann. Das normale Vorgehen der Stiftung ist sowohl die Hilfe im Notfall, als auch die Ergreifung vorbeugender Maßnahmen. Die Stiftung wird dafür sorgen, dass Mitarbeiter 24 Stunden im Dienst sind, damit sie in jedem Notfall sofort unterstützend helfen können. Sie sollte auch durch Freiwillige unterstützt werden, die ihr in Notfällen helfend zur Seite stehen.

Die Stiftung wird diese Freiwilligen ausbilden, sodass sie im Notfall genau wissen, was zu tun ist“.

Eine weitere Rajchaprachanukroah Stiftung wurde mit dem Hauptziel eingerichtet, die Ausbildung der Kinder zu finanzieren, die ihre Eltern bei der großen Flut verloren hatten. Viele von ihnen haben inzwischen Universitätsausbildungen abgeschlossen. Jede Schule, die damals durch den Sturm oder die Flut zerstört wurde, wurde aus den Mitteln der Stiftung vollständig wieder aufgebaut. Mittlerweile gibt es 18 Rajchaprachanukroah Schulen.

Seine Majestät ,König Bhumibol Adulyadej, trat mit diesem sozialen Engagement in die Fußstapfen seines Vaters, der auch als Vater der thailändischen Medizin bezeichnet wurde. Seine Majestät hatte die Einführung der ersten medizinischen Versorgung der Menschen in entlegenen Gebieten angeregt. Er hatte damals schon festgestellt, dass die medizinische Versorgung nicht ausreichend war. Zu seinen Besuchen in diese Gebieten nahm er immer Ärzte mit, die die Menschen dort medizinisch behandeln konnten. Bei ernsthaften Krankheiten, die eine stationäre Behandlung erforderlich machten, beauftragte der König die lokalen Behörden oder die Grenzpolizei, die Kranken in das nächste Krankenhaus zu bringen und ihm über die weitere Genesung Bericht zu erstatten. Zusätzlich wurde ein zahnmedizinischer Dienst eingeführt, der die kostenlose Behandlung der Landbevölkerung vornahm.

König Bhumibol zeigte u.a. auch großes Interesse für die Bildungswissenschaften. Er richtete die Chitrlada Schule im Chitrlada Palast ein, in der Absicht nicht nur Koeniig04seine eigenen Kinder, sondern auch die der Regierungsbeamten dort auszubilden. Das Lehrpersonal wurde aus in- und ausländischen Universitätsabsolventen ausgewählt. Einige von Ihnen wurden und werden auch auf seine Kosten zur weiteren Ausbildung ins Ausland geschickt.

Zur Verbesserung des Bildungsniveaus der thailändischen Jugend ließ Seine Majestät eine Enzyklopädie für die Jugend herausgeben. Der erste Band enthält Themen wie Astronomie, Fische, Vögel, Maschinen etc. Der zweite Band enthält unter anderem die Themen Tierwelt, Industrie, Ökologie, thailändische Könige und die Hauptstadt Bangkok. Der dritte Band behandelt unter anderem Reis, Kautschuk, Forstwesen, Kühe, Büffel und Lackarbeiten. Diese Bücher sind eine nützliche Informationsquelle für die Studenten. Weitere Bände sind in Planung.

Sein besonderes Augenmerk gilt u.a. den Schulen der Grenzgebiete, wo die Schüler arm sind und seine Hilfe brauchen. Ihre Majestäten der König und die Königin machen daher regelmäßig Besuche in solchen Schulen und spenden sowohl Ausbildungsmaterial, Kleidung und Lebensmittel, als auch Stipendien.

Bei seinen zahlreichen Besuchen regte Seine Majestät u.a. auch den Unterricht nicht zum Curriculum gehörender Kurse, wie Grundkurse im Erstellen von Landkarten, Kompass lesen etc. an Auch für die Bergvölker im Norden zeigte Seine Majestät viel Interesse. Aus eigener Tasche bezahlte er eine Schule für sie, die auf einem Bergplateau in der Provinz Chiang Mai errichtet wurde und für die er die Grenzpolizei als Lehrer verpflichtete. Diese spezielle Schule heißt Chao Phaw Luang Oubpatham, was soviel wie: „Unter der Obhut des Königs“ bedeutet.
Seine Majestät übersieht auch behinderte Kinder nicht – Blinde, Taube, Stumme, geistig Zurückgebliebene – und die Waisen. Er lässt ihnen seine besondere Fürsorge zukommen.

Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej hat es zu einem Reglement gemacht, Universitätsabsolventen die Diplome zu überreichen. In einer Rede erinnert er diese an ihre Verantwortung für die Allgemeinheit. Es ist eine Ermutigung für gute, aber arme Studenten, dass es die Möglichkeit eines Stipendiums der Mahidol Stiftung für ein Auslandsstudium gibt. Jedes Jahr erhält eine Anzahl von Studenten ein Stipendium für eine weitere Ausbildung im Ausland, zur Erlangung eines Diplomes oder einer Promotion. Das Stipendium ist allerdings mit einer Verpflichtung verbunden, nämlich zurückzukommen, um dem Land mit den erworbenen Fähigkeiten zu dienen.

Seine Majestät ist auch der Schutzherr aller Religionen und ein Vertreter des Buddhismus. Er diente immer in religiösen Funktionen und drängt die Menschen an den buddhistischen Prinzipien festzuhalten. Er spendet regelmäßig Geld für die Renovierung von Tempeln und hat selbst als Schutzherr von buddhistischen Tempeln, wie Wat Raj-O-rossaram, das in der Zeit Rama III erbaut wurde, viele Gelübde abgelegt.

Vom 22. Oktober 1956 an lebte er beispielsweise als Mönch im Wat Borvornnives für einen Zeitraum von 15 Tagen und erhielt den Namen Bhumipalo Bhikku. In seiner Mönchszeit verbrachte er Stunden mit dem Studium buddhistischer Bildnisse und nahm am morgendlichen Almosengang teil, wie jeder andere Mönch auch.

Wann immer Seine Majestät eine neue Grundschule eröffnete, regte er an, dass Koeniig05ein Mönch eingeladen wird, um Unterricht in den Klassen zu erteilen. Der Or. Sor. Radiosender im Chitrlada Palast sendet regelmäßig buddhistische Lehren für die Allgemeinheit. Dort erfolgt auch ein Gedankenaustausch mit ausländischen Würdenträgern zu Themen der Religion und moralischen Prinzipien.

In seiner Stellung als Schutzherr, nicht nur des Buddhismus, sondern aller Religionen, ruft Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej die Gläubigen jedweder Religion dazu auf, ihren jeweiligen Lehren treu zu bleiben. Seit seiner Rückkehr aus der Schweiz ist er immer an religiösen Fragen interessiert. Zu seinem Geburtstag lud er den Generaldirektor des Department für religiöse Angelegenheiten und Vertreter der verschiedenen Religionen zu seinen Feierlichkeiten ein. Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej glaubt fest daran, dass, wenn alle Religionen das gleiche Ziel verfolgen würden, ihre Anhänger zu guten Menschen zu bekehren, Frieden auf der ganzen Welt einkehren würde.

Im Laufe der Jahre hat König Rama IX viel Gutes für sein Volk getan und seine Arbeit ist innerhalb und außerhalb des Landes hoch geschätzt.