Die Religion, die Monarchie und die Nation – die drei Säulen Thailands

Diese drei Eckpfeiler bilden den Rahmen der thailändischen Gesellschaft und sind der Grund, auf dem sich Thailands sozioökonomisches und politisches System entfaltet hat. Stärke und Stabilität der thailändischen Gesellschaft basieren auf der ererbten und miteinander verbundenen Tragkraft dieser drei Säulen.

Die charakteristische Tugend der Großzügigkeit, wie sie in der religiösen Toleranz zum Ausdruck kommt und durch die große Liebe zur Freiheit noch verstärkt wird, hat die thaiiändische Gesellschaft flexibel gemacht und sie in die Lage versetzt, sich den Wechselwinden der Geschichte anzupassen und damit die Grundlage für die nationale Stabilität zu schaffen.

Alle Thailänder würdigen, daß ein Wechsel in der Regierung die Gesellschaft nicht gleich ins Wanken bringt.

Alle beziehen sich auf die Werte Volk, Religion und Monarchie und tragen somit zur Stabilität der thailändischen Gesellschaft aktiv bei. Thailand besitzt heute die Staatsform einer konstitutionellen Monarchie, das Staatsoberhaupt ist der König.

Er gilt als unverletzlich und ist zumindest der Verfassung nach die über allem und allen stehende Instanz. Ihm obliegt auch der Erlass des sogenannten Königlichen Dekrets, das der Monarch, ohne die Zustimmung des Parlaments einholen zu müssen, selbst in Kraft setzen kann. Das Wort „Thai“ bedeutet „frei“, mit einer besonderen Betonung auf Freiheit von Fremdherrschaft.

Tatsächlich ist Thailand eines der wenigen asiatischen Länder und das einzige südostasiatische Land, das niemals durch europäische Mächte kolonialisiert wurde.