Übersicht über die Provinzen in Südthailand

  1. Chumphon
  2. Ranong
  3. Surat Thani
  4. Phang Nga
  5. Nakhon Si Thammarat
  6. Krabi
  7. Phuket
  8. Phattalung
  9. Trang
  10. Pattani
  11. Songkhla
  12. Satun
  13. Narathiwat
  14. Yala

Der Süden – lange Sandküsten und Badestrände

In der Tat gleicht der Süden Thailands dem Rüssel des Elefantenkopfes. Im Westen bis Ranong grenzt Thailand an Myanmar, im Osten liegt der Golf von Siam, im Süden der moslemische Staat Malaysia. Obwohl der Süden Jahrhunderte hindurch unter der politischen Vorherrschaft der Thais gestanden hat, ist er in kultureller Hinsicht ein eigenständiges Gebiet geblieben. Historisch gesehen war die Halbinsel Malacca mit Kulturen im alten Indonesien verbunden, insbesondere mit dem Srivijaya Reich, das fast fünf Jahrhunderte lang eine Reihe von Fürstentümern im Gebiet des heutigen Malaysia, Südthailand und Indonesien beherrscht hat.

Die Ausläufer des Himalaya, mit dichtem Regenwald bewachsen, sind hier bis zu 1500 Meter hoch. Es gibt die größten zusammenhängenden Dschungelgebiete, noch wild lebende Elefanten, Tiger und Bären; mehr als 1000 Kilometer Küste, streckenweise mit feinstem, weißem und palmenbewachsenem Strand, herrliche Korallenriffe, sauberes Wasser; unzählige exotische Inseln, einige noch unberührt, andere aber bereits voll dem Tourismus erschlossen.

Stärker als in anderen Landesteilen liegt der Süden im Einflußbereich des tropischen Klimas. Hier fallen mehr Niederschläge als in den nördlichen Provinzen. Der westliche Teil der Halbinsel erhält während der Sommermonate, der östliche Teil während der Wintermonate (europäische Jahreszeiten natürlich) die höchsten Niederschlagsmengen.

Die Malaccahalbinsel ist somit während des ganzen Jahres auch Reisezeit, man sucht sich halt die entsprechende Küste aus.

Mit nur 13,7 Prozent der Gesamtfläche Thailands ist die Südregion die kleinste. Hier auf der langgestreckten schmalen Halbinsel mit den ausgeprägten Bergketten und vielen kleinen Tälern gibt es keine großflächigen Anbauregionen.
Die Böden in den Tälern sind verhältnismäßig fruchtbar und dienen der Bevölkerung zur Selbstversorgung mit Reis. In zunehmendem Maße werden auch Ananas, Zuckerrohr, Bananen, Maniok, Hirse und Mais, nicht zu vergessen Kaffee, angebaut. Die Erträge pro Hektar liegen jedoch meist unter denen anderer Anbaugebiete. Nur bei den Kokosnüssen, beim Kautschuk sowie bei der Ananas ergibt sich aufgrund der geographischen Lage eine Monopolstellung.

Der Anbau von Kautschukbäumen, der in einigen Distrikten bis auf 90 Prozent der Anbaufläche ausgedehnt wurde, kennzeichnet hier die Landschaft. Durch den Verfall des Rohkautschukpreises in den siebziger Jahren allerdings fehlen
meist ausreichende Mittel für den Neuanbau, müssen doch Kautschukbäume erst sieben Jahre wachsen, bevor sie Erträge bringen. Nach 25-30 Jahren lohnt sich dann das Zapfen nicht mehr. Große Zuwachsraten verzeichnete der Fischfang, doch besteht die Gefahr der Überfischung. Sieht man von den bodenzerstörenden Zinnminen und den Kautschukplantagen ab, so erfüllt sich hier noch am ehesten die Klischeevorstellung einer tropischen Landschaft.

Südthailand, ein Strand, für Touristen und Boote