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Der spätere Buddha berichtet von dieser seiner Wandlung:

Auch ich, ihr Mönche, habe früher vor der vollen Erwachung, als noch nicht Vollerwachter, als Bodhisatta,
selber der Geburt unterworfen, gerade das der Geburt Unterworfene gesucht;
selber dem Alter unterworfen, habe ich gerade das dem Altern Unterworfene gesucht;
selber der Krankheit unterworfen, habe ich gerade das der Krankheit Unterworfene gesucht;
selber dem Sterben unterworfen, habe ich gerade das dem Sterben Unterworfene gesucht;

Da kam mir, ihr Mönche, der Gedanke: Warum denn nur suche ich,
selber der Geburt unterworfen, gerade das der Geburt Unterworfene?;
selber dem Alter unterworfen, gerade das dem Altern Unterworfene?;
selber der Krankheit unterworfen, gerade das der Krankheit Unterworfene?;
selber dem Sterben unterworfen, gerade das dem Sterben Unterworfene?

Sollte ich nicht, selber der Geburt unterworfen, in diesem der Geburt Unterworfensein das Elend erkennend, die geburtfreie, unvergleichliche innere Beruhigung, das Verlöschen suchen?;
selber dem Altern unterworfen, in diesem dem Alter Unterworfensein das Elend erkennend, die alternsfreie, unvergleichliche innere Beruhigung, das Verlöschen suchen?;
selber der Krankheit unterworfen, in diesem der Krankheit Unterworfensein das Elend erkennend, die krankheitsfreie, unvergleichliche innere Beruhigung, das Verlöschen suchen?;
selber dem Sterben unterworfen, in diesem dem Sterben Unterworfensein das Elend erkennend, die todfreie, unvergleichliche innere Beruhigung, das Verlöschen suchen?

Und nach einiger Zeit, ihr Mönche, ließ ich mir, noch jung und kräftig, schwarzhaarig, in voller jugendlicher Schönheit, im ersten Mannesalter, gegen den Wunsch der Eltern, der tränenüberströmten, weinenden, Haar und Bart scheren, legte die gelben Mönchsgewänder an und zog aus dem Haus in die Hauslosigkeit hinaus.